Winterreifen

Was ist ein guter Winterreifen?

Es ist November und so langsam sind sie auf jedem Auto: Winterräder.
Bei uns im Haus sprechen wir von Winterrädern, d.h. Reifen und Felge, weil es so gängiger ist: das Wechseln von Kompletträdern ist einfacher, kostengünstiger und über die Jahre Reifen schonender und preiswerter als das Tauschen von Reifen auf einer Felge, die das ganze Jahr verwendet wird.

Doch was ist ein guter Winterreifen? Hierzu gibt es mehrere Merkmale: z. B. die M+S-Kennzeichnung und das Schneeflockensymbol auf dem Reifen oder Lamellen auf der Lauffläche.

Richtige Profiltiefe

In Europa liegt die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe bei 1,6 Millimetern. Jedoch sagen Fachleute, dass Winterreifen nicht bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe abgefahren werden sollten.
Beträgt das Profil unter 4 mm kann der Reifen seine Wintertauglichkeit verlieren, denn dann sind die Lamellen, die die Griffkanten des Reifens vergrößern, nicht mehr vollständig vorhanden.

M+S-Zeichen

Dieses Kennzeichen darf jeder Hersteller ohne Tests und rechtliche Grundlagen an seinen Reifen anbringen. M+S heißt Matsch und Schnee, oder auch englisch für Mud and Snow. Verlässliche Aussagen zur Wintertauglichkeiten sind daher gering.
Schneeflockensymbol
Seit etwa fünf Jahren setzt sich das Schneeflockensymbol immer mehr durch und steht mittlerweile als eine Art Gütesiegel für Winterreifen. Schneeflocke auf dem Reifen = vereinheitlichte Prüfung mit definierten Kriterien. Dabei wird der Reifen mit einem Standartreifen verglichen. Schafft der Reifen bessere Werte als der Vergleichsreifen, erhält er das Schneeflockensymbol, d.h. er befindet sich in der Regel im oberen Drittel der Leistungsfähigkeit von Winterreifen, wie Zeitschriftentests immer wieder belegen.
Lamellen (feine, meist wellenförmige Profileinschnitte)
Die feinen Profileinschnitte sorgen für den gewünschten Verzahnungseffekt mit der Fahrbahnoberfläche, indem sie zusätzliche Griffkanten bilden. Mit der Eröhung der Kantenlänge ergibt sich ein besserer Grip auf der Straße.

Spezielle Laufflächenmischung

Damit der Reifen bei kaltem Wetter nicht verhärtet, hat ein Winterreifen eine spezielle Laufflächenmischung. Für Nichtexperten sind die Unterschiede zum Sommerreifen kaum zu sehen. Erst beim Vergleichen beider Reifen merkt man, der Winterreifen ist weicher. Wie? Einfach mal mit einem Fingernagel ins Reifenprofil drücken. Habe ich selbst getestet und funktioniert!

Ganzjahresreifen

Ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen sind so genannte Ganzjahresreifen . Auch Ganzjahresreifen können ein Schneeflockensymbol tragen, eine M+S Kennung haben sie alle. Im Winter sind sie zu hart, im Sommer zu weich. Wer nur wenig und vor allem Kurzstrecken fährt, kommt damit über den Winter.

Für alle anderen Fahrer schließe ich mich der Empfehlung der Initiative PRO Winterreifen und dem Bundesverband der Reifenexperten an:
Winterreifen im Winter, Sommerreifen im Sommer – BITTE der Sicherheit wegen!

Ihre Maria Hoffmann