Tipps für die Reise in den Winterurlaub

Winterferien in verschneiten Bergen sind einfach schön! Doch vor einer tollen Woche auf weißen Pisten oder bei zauberhaften Schneespaziergängen steht jedes Jahr eine lange Anfahrt von Mitteldeutschland in die Berge. Für viele Familien mit Schulkindern heißt das, Samstag in aller Frühe loszufahren, in der Hoffnung, nicht schon am Hermsdorfer Kreuz im Stau zu stehen…
Damit Sie gut vorbereitet starten können, hier meine Tipps für die Reise in den Winterurlaub.

Service-TippSchneeketten Hinweis
Diese Accesoires gehören natürlich ins Auto: Eiskratzer oder Defrosterspray für die Scheiben, ein Handfeger, Abdeckplane für die Frontscheibe, Starthilfekabel (falls die Batterie streikt), Handschuhe, eine warme Decke, Schaufel. Dazu kommen für den Fall der Fälle -Stau oder Panne bei Kälte- Thermoskannen mit warmen Getränken, Lebensmittel, Kuscheldecke und ein Kanister Kraftstoff- stopp & go braucht Sprit. Auch das Handy sollte einen vollen Akku haben.
Auf keiner Fahrt in die Berge sollten Schneeketten fehlen, doch dazu später mehr.

Bevor es losgeht, folgende Dinge am Auto checken:
Hält der Frostschutz in der Scheibenwaschanlage und im Kühler mindestens minus 25 Grad Celsius aus, ist ausreichend Flüssigkeit im Behälter? Sind die Scheibenwischergummis in Ordnung? Hat der Motor genug Öl? Ist hier alles für gut befunden, kann man sich dem Packen der Ladung zuwenden.

Pack-Tipp
Koffer, Taschen, Schuhe und Kleinkram sollten nicht wahllos bis unter das Dach in den Kofferraum gestopft werden. Bei einer Vollbremsung werden lose Gepäckstücke schnell zu lebensgefährlichen Geschossen, fünf Kilo Ladung = 250 kg Aufprallgewicht, wenn ein Autoinsasse getroffen wird. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt vor, die Ladung so zu sichern, dass sie nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, oder herabfallen kann. Somit sollten schwere Gepäckstücke nach unten und fest aneinander gepackt werden. Antirutschmatten oder Zurrgurte sorgen für zusätzliche Stabilität. Obendrauf gehören leichte Urlaubsutensilien. Zwischenräume formschlüssig auffüllen, sodass die gesamte Ladefläche gefüllt ist und nichts frei bleibt. So hält sich die Ladung gegenseitig, auch bei mehreren Lagen.

Mit Beachtung dieser kleinen Packtipps ist man auf der sicheren Seite, denn bei fehlerhafter Ladung drohen Bußgelder zwischen 35 und 75 Euro und bis zu drei Punkte in Flensburg.

Dach-TippDachboxe_adac
Der Kofferraum ist sicher gepackt und voll? Sperrige Reisebegleiter, wie Ski und andere Wintersportgeräte können auch sicher auf dem Dach transportiert werden. Hier steht Ihnen unser Serviceteam gern zur Seite, wir beraten, montieren, verkaufen oder vermieten das Zubehör.
Zuerst werden Grundträger gebraucht, die auch zu anderen Jahreszeiten nützlich sind für Fahrradtransporte und Co.
Darauf gehören Dachbox oder Skiträger montiert. Beim Kauf einer Dachbox steht das so genannte GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Achten Sie darauf, ob sich die Box einfach montieren lässt, stabil ist und ordentlich zu öffnen und schließen geht.
Gepackt wird die Box folgendermaßen: Schweres in die Mitte, alles andere ordentlich verteilen und mit den vorhandenen Gurten festziehen. Die Spitze am besten mit einer Decke oder weichem Gepäck polstern, damit bei einer Vollbremsung nichts zum Geschoss wird. Nun ruht die Last gleichmäßig auf Träger und Auto. Wer sich statt Dachbox für einen Skiträger entscheidet, verpackt die Skier am besten noch in einen Skisack und befestigt sie immer mit dem Spitzen nach hinten.

Zu beachten ist, dass sich das Autodach nicht endlos beladen lässt. Das Gewicht von Grundträger + Dachbox + Gepäck darf, abgezogen vom zulässigen Gesamtgewicht (in der Zulassungsbescheinigung unter Punkt F), das Leergewicht (Zulassung Punkt G) nicht unterschreiten. Ist viel geladen, müssen evtl. Scheinwerfereinstellung und Reifendruck geändert werden.
Auf der Reise mit Dachlast sollte man das Fahrverhalten anpassen: Das Auto ist höher und schwerer, der Seitenwind hat mehr Angriffsfläche, in Kurven und beim Bremsen ist Vorsicht geboten. Ein Fahrtempo von bis zu ca. 130 km/h ist angemessen, damit Sprit gespart wird und der Geräuschpegel erträglich bleibt. Achtung: ein höheres Gefährt passt nicht mehr in viele Parkhäuser!

Ketten-TippSchneeketten1
Zwar ist das Mitführen von Schneeketten nicht generell Pflicht, doch schnell kann man auf der Fahrt auf steilen Straßen dem blauen Schneekettenschild begegnen, welches das Aufziehen der Ketten anordnet. Deshalb gehören auf der Fahrt in die Berge auch Schneeketten ins Auto.
Zur Auswahl stehen Seil-, Bügel- und Schnellmontageketten. Die Ketten müssen sowohl zur Größe des Reifens als auch zum Auto passen. Bei der Wahl der richtigen Ketten und zum Aufziehen berät natürlich unser Autohaus-Team.
Damit auf verschneiten Bergstraßen alles klappt, ist es ratsam vor dem Reisestart das Anlegen der Schneeketten zu üben (Ketten gehören auf die Antriebsräder).
Beim Fahren mit Schneeketten ist zu beachten, dass max. 50 km/h erlaubt sind. Die Experten vom ZDK raten, das ESP/ASR im Schneekettenbetrieb auszuschalten. Es hindert die Traktionshilfe an ihrer Arbeit.

Zum Schluss bleibt mir nur noch, allen Lesern des Tipps für die Reise in den Winterurlaub, die in die Ferien starten, eine sichere Fahrt und schöne freie Tage zu wünschen.

Ihre Maria Hoffmann

Quellen: Zentralverband Dt. Kraftfahrzeuggewerbe e.V. und reifenqualität.de, Fotos presse-adac.de und privat